„Change & Movement: Menschen bewegen. Zukunft gestalten“ – so lautete der Titel unseres BarCamps, das wir Ende November im Klostergut Besselich, Urbar (bei Koblenz), durchführten. Die eintägige Veranstaltung fand in Zusammenarbeit mit der Fachgruppe Systemische Supervision, Coaching und Organisationsentwicklung des Verbands DGSF (Deutsche Gesellschaft für Systemische Paar- und Familientherapie) statt.

Eröffnet wurde das BarCamp durch ein Trommelevent von Tobias Mrzyk vom Unternehmen Leadschlag, Memmingen. Es stimmte die circa 50 Teilnehmer auf das Thema des Tages „Menschen bewegen. Zukunft gestalten“ ein. Danach folgte die erste von vier jeweils 45-minütigen Workshop-Runden, in denen sich die Teilnehmer in zahlreichen Workshops mit den unterschiedlichen Facetten des Themas befassten.

Ein Workshop zum Thema Metaphern in Unternehmen wurde von Klaus Schenk geleitet. Metaphern bieten in einer Welt zunehmender Komplexität eine Möglichkeit Dinge zu vereinfachen und bewegende Nachrichten zu transportieren.

Mit einem verwandten Thema befasste sich ein von ifsm-Geschäftsführer Klaus Kissel moderierter Workshop: „Menschen nachhaltig bewegen, Unternehmen nachhaltig verändern“. In ihm lautete die zentrale Frage: Wie schaffen es Unternehmen, dass die anstehenden Veränderungen in Unternehmen nicht in einer großen Verwirrung im Unternehmen enden, sondern dauerhaft wirksam sind? Eindrucksvoll wurde gezeigt, wie wichtig es ist Kulturarbeit im Unternehmen zu etablieren, um neue Richtungsweisungen für alle erklärbar zu machen.

Wie solche und andere Changeprozesse evaluiert werden können, ging es in einem von ifsm-Trainer und -Coach Timo Gerst geleiteten Workshop.

Zentrale Themen bei vielen Change-Projekten sind unter anderem die Themen Führung und Aufbau einer Fehler- beziehungsweise Vertrauenskultur in Unternehmen. Um die Frage, wie wichtig es beim Versuch, Neuland zu betreten, ist, Fehler machen zu dürfen, ging es in einem Workshop von Birgit Lamboy. Ifsm-Geschäftsführer Uwe Reusche hingegen zeigt im Workshop „Den Vertrieb in die Zukunft führen“ exemplarisch am Beispiel Vertrieb auf, wie in einem Bereich ein Paradigmen- beziehungsweise Musterwechsel herbeigeführt werden kann, so dass dieser ganz neue Wege geht.

Einigkeit herrschte unter den Teilnehmern: Wenn Veränderungen in einem Unternehmen nachhaltig sein sollen, dann müssen sich auch dessen Kultur und Wertesystem wandeln. Zudem muss bei solchen Veränderungsprozessen, die stets langwierig sind, mit Bedenken und Widerständen gerechnet werden. Deshalb benötigen die Betroffenen eine (fachliche und) mentale Unterstützung – zum Beispiel in Form von Coachings- oder Supervision in Gruppen.

Auf eine entsprechende große Resonanz stieß der Vortrag von ifsm-Trainerin Lisa Bastian zum Thema „Yoga & Coaching“. In ihm legte sie unter anderem dar, dass Achtsamkeit nicht nur eine Grundhaltung beim Yoga und Coaching ist: Auch Führungskräfte benötigen sie beim Versuch, Menschen – nicht nur in Veränderungsprozessen – zu führen.

Was moderne Führung bedeutet und in welchen Einstellungen sowie Verhaltensmustern sie sich zeigt, davon konnten sich die Teilnehmer gegen Ende des BarCamp selbst einen Eindruck verschaffen. Gemeinsam schauten sie die Premiere eines von uns initiierten Tanztheaters zum Thema: „Moderne Führung“. 5 junge Tänzerinnen des Tanztheaters InMotion-Koblenz setzten nach einem entsprechenden Input von ifsm ein Theaterstück mit der Überschrift „Traditionelle Führung“ und zu dem Thema „Moderne Führung“ um. Ifsm hat dieses Tanztheater auch in einem Kurzfilm aufgenommen, den Film können sich Interessierte auf Webseite (www.ifsm-online.com) in der Rubrik news/filme beziehungsweise auf YouTube anschauen.