Coaching und Beratung in der Phase der Unternehmensübergabe

Aus Gründen der Integrität werden wir an dieser Stelle nur übergreifend unser projekthaftes Vorgehen darstellen, welches wir  in der Begleitung von Nachfolgeregelungen in kleinen und mittelständischen Unternehmen berichten:

Ausgangssituationen vor der Unternehmensnachfolge:

Immer mehr Unternehmer planen bereits frühzeitig eine Nachfolge, da Sie von Banken, Beratern und natürlich auch aus der eigenen Betroffenheit heraus wissen, dass ein späte Regelung häufig schwieriger ist und ggfs. auch mit finanziellen Verlusten verbunden ist. Bei der Planung der Nachfolge wird dann jedoch häufig nur die wirtschaftliche bzw. rechtliche Komponente durch die beratenden Institute berücksichtigt. Damit bleiben die

kommunikativen Aspekte (wie benachrichtigen wir die Mitarbeiter, Kunden)
die psychologischen Aspekte des Change-Management/Kulturwechsel (welche Erwartungen hat der „Neue“ bzw. „scheidende“ Gesellschafter, was ändert sich intern/extern)
und ggfs. auch die familienpsychologischen Aspekte (insbesondere in Familienunternehmen und bei Wechsel innerhalb der Familie) unberücksichtigt.

Sowohl der scheidende, als auch der neue Unternehmer gehen von unausgesprochenen Erwartungen und Wünschen aus, die oft in Handlungen enden, die dann wiederum zu Reibungsverlusten und Konflikten führen. In der Folge entsteht oft ein beachtlicher wirtschaftlicher Schaden für die Beteiligten und das Unternehmen. Manchmal enden diese Missverständnisse auch darin, dass die geplante Übergabe nicht vollzogen wird.

In diesen Situationen helfen wir den Unternehmen die Dinge zu klären und legen damit einen Grundstein für eine wirtschaftlich erfolgreiche Nachfolge.

Vorgehen bei der Nachfolgeberatung:

Oft werden wir erst gerufen, wenn einer der betroffenen Handelnden mit der Situation unzufrieden ist. Das Vorgehen gliedert sich dann in 4 Prozessschritte analog des ifsm-Change-SCOUT-Modells – die Phasen nennen sich hier wie folgt:

 

  1. Analysephase

    Wir interviewen alle Beteiligten und klären die offenen und verdeckten Wünsche der Stakeholder. Wir klären den Konfliktstatus und bereiten die Beteiligten auf die Klärung vor. Dabei fördern wir Perspektivenwechsel und beraten alle Seiten mit Weitblick, damit es in der Klärungsphase „Gewinner“ geben kann. In extremen Situationen kann es hier aber auch zu einer Einschätzung kommen, dass ein Ausgleich und eine Trennung der bessere Weg für die Beteiligten ist – in diesem Fall bereiten wir die Beteiligten auf ein Klärungsgespräch vor, dass die Trennung auf Augenhöhe vorsieht.
    Umfang: 1 – 3 Stunden – je nach Ausgangslage pro Stakeholder

  2. Klärungsphase

    In dieser Phase führen wir die Stakeholder zusammen und klären die entstandenen Missverständnisse, geben den nicht geäußerten Erwartungen einen Raum und lassen die Teilnehmer einen Grundstein für die Planung einer erfolgreichen Nachfolge legen. Wir erarbeiten ein Commitment für die künftigen Erfolgsfaktoren einer Nachfolgestrategie. Umfang: meist ein eintägiger Workshop

  3. Planungsphase

    In dieser Phase planen wir mit den Stakeholdern die Details für die Umsetzung der Strategie und erarbeiten einen Kommunikationsplan für die Mitarbeiter und Kunden. Wir erarbeiten einen Plan für die Umsetzung notwendiger Veränderungen.
    Der Umfang dieser Phase hängt von der Komplexität des Kommunikationsplans/Change-Management-Projekt ab.

  4. Umsetzungsphase

    Wir begleiten die Teilnehmer mit Coaching bei der Umsetzung der einzelnen Prozessschritte und geben den Stakeholdern Raum für Feedback und ggfs. einer Strategieanpassung. Die Umsetzungsphase endet mit einer Evaluation der Nachfolgeumsetzung durch alle Stakeholder. Oft erfolgt hier auch ein Führungscoaching für den „neuen“ Chef für die Übernahmephase.
    Umfang: offen je nach Komplexität