Coaching – individuelle Begleitung auf dem Erfolgspfad

Die professionelle Beratung von Menschen in unterschiedlichen beruflichen und privaten Situationen wird immer wichtiger. Denn der konstante Wandel der Unternehmens- und Lebenswelten verlangt von uns Anpassungsfähigkeit und eine kontinuierliche Weiterentwicklung. Doch nicht jeder bewältigt diese Veränderungen gleichsam mühelos. Deshalb leistet das Coaching individuelle Hilfe zur Selbsthilfe.

Inhalt

Weder Training noch Consulting oder Therapie: Was ist Coaching?
Auf welchen Prinzipien beruht Coaching?
Wie wird man Coach?
Was kostet ein Coach?
Was ist systemisches Coaching?
Coaching mit ifsm

 

Weder Training noch Consulting oder Therapie: Was ist Coaching?

  • Coaching als eigenständige Form neben Beratung und Training
  • Elemente aller Begleitungsformen im Coaching enthalten
  • Ziele des Coachings sind je nach Situation des Klienten veränderlich

Jeder Mensch hat andere Ziele und Wünsche. Jedes Team steht vor anderen Herausforderungen. Jedes Unternehmen agiert unter anderen wirtschaftlichen Voraussetzungen. Diese Vielfalt an Ausgangssituationen spiegelt sich im multimodalen Ansatz des Coachings wider: Qualifizierte Begleiter unterstützen ihre Klienten bei einer Vielzahl an Beratungsthemen und leisten aktive Hilfe auf dem individuellen Pfad zum Erfolg.

Coaching hat sich neben der Beratung und dem Training als wichtige Säule der personellen Optimierung etabliert. Diese drei Begriffe werden oft synonym verwandt oder gehen in der Wahrnehmung durch potenzielle Klienten häufig ineinander über.

Das ist bis zu einem gewissen Punkt gerechtfertigt. Allerdings bestehen zwischen diesen Säulen inhaltlich wichtige Unterschiede, die nicht nur den Prozess betreffen, sondern auch das gewünschte Ergebnis der Begleitung durch den Coach.

Grundaufgabe des Coachings ist es, gemeinsam mit dem Klienten nicht Mängel oder Ursachen zu erforschen – vielmehr geht es darum individuelle Lösungen zu finden, die dem Klienten bei der Bewältigung von Herausforderungen weiterhelfen.

Der Coach ist damit kein Trainer oder Lehrer, sondern vielmehr ein sehr individuell arbeitender Berater und Moderator. Analog zu den typischen Aufgaben im Business Consulting ist der Coach nicht dafür da, in Eigenregie einen Optimalzustand herzustellen. Er soll die Klienten anregen, die notwendigen Schritte zu einem besseren Zustand selbst zu gehen.

So hilft der Coach dem Klienten vorranging bei der Erkenntnis, in welcher Ausgangssituation er sich befindet, welche Mängel oder Probleme in dieser Situation herrschen und wie sich der Klient auf den Weg zu einer positiven Änderung machen kann.

Im Coaching geht es oft darum, eine andere Haltung zu Problemen oder anderen Menschen zu gewinnen. Es geht darum mit einer anderen Haltung leichter an Lösungen zu kommen. Im Coaching können auch bestimmte Techniken oder Werkzeuge vermittelt werden, die zur Lösung eines Problems hilfreich sind. Häufig kann sich der Weg zum Ziel in typischen Coaching-Situationen schnell einmal ändern. Auch das Ziel selbst kann im Prozess anders werden – damit bleibt Coaching eine sehr flexible Form des Lernens.

Somit ist das Coaching inhaltlich in vielen Punkten von einem Training abzugrenzen. Beim Training werden Sets an erprobten Methoden übernommen, die ein bekanntes Ausgangsproblem nach klaren Maßgaben und mit einem klaren Ziel bearbeiten. Training setzt also voraus, dass es dem Klienten nur an bestimmten Methoden für spezifische Ergebnisse mangelt.

Auf welchen Prinzipien beruht Coaching?

Coaching ist eine angeleitete Suche nach den Ursachen, aus denen sich dann mögliche Methoden zur Bewältigung und Bearbeitung ergeben. Diese Methoden werden gemeinsam mit dem Klienten erprobt und bewertet. Drei Faktoren spielen dabei stets eine übergeordnete Rolle:

  1. (Hilfe zur) Selbstreflexion über das angenommene und tatsächliche Problem
  2. (Hilfe zur) Konturierung, Benennung und Analyse der Verhaltensebene
  3. (Hilfe zur) Bearbeitung und Lösung problematischer Verhaltensmuster oder Konfliktsituationen

Analog zur englischen Definition von „Coach“ kann der Begleiter seinem Klienten nur das nötige Rüstzeug in die Hand geben. Aufs Spielfeld muss sich der Klient allein wagen und seine eigene Spieltaktik umsetzen.

Mit dieser individuell definierbaren Hilfe zur Selbsthilfe ist ein Coach heute ein gefragter Begleiter in vielen Bereichen des privaten und beruflichen Lebens:

  • Als Businesscoach begleitet er Unternehmen in unterschiedlichen Phasen und Situationen – von der Gründung über die Suche nach neuen Geschäftsfeldern bis zu Change-Projekten oder Fragen des Wissensmanagements
  • Als Personalcoach liefert er Impulse für die Weiterentwicklung des Personalbestands, hilft bei der Suche nach neuen Talenten und verbessert die internen Konflikt- und Kommunikationsmuster
  • Der Jobcoach hilft Privatpersonen und Professionals bei der Formulierung und dem Erreichen von Karrierezielen – insbesondere bei Problemen mit dem (Wieder-)Einstieg in den Beruf, Neuausrichtungen oder vor entscheidenden Interviews
  • Mit dem Changecoach können Klienten Veränderungsprojekte als Projektleiter besprechen und optmieren. Hier dient der Coach quasi als Coach the Coach.

Auch wenn damit das Coaching-Feld sehr weit gefasst ist, so sind die Grundanforderungen an eine erfolgsversprechende Beratung immer gleich:

  • Coaching ist ein Prozess, den Berater und Klient gemeinsam durchlaufen
  • Systemisches Coaching schaut immer über den Tellerrand der (scheinbaren) Problemstellung hinaus und liefert Impulse für das größere Gefüge (System)
  • Coaching liefert keine vorgefertigten Antworten, sondern stellt die richtigen Fragen und ist damit eine fundierte Hilfe zur Selbsthilfe
  • Wer als Mentor und Moderator auftreten will, muss fachliche Expertise mit einer Aus- oder Fortbildung in Coaching-Mechanismen kombinieren

Alle diese Aspekte setzen Coaches heute in unterschiedlichsten Szenarien ein. Sie arbeiten fest angestellt für große Unternehmen und werden an Privatpersonen oder andere Unternehmen vermittelt. Sie bieten ihre Dienste als Selbstständige an und können sowohl von Privatpersonen als auch Wirtschaftsorganisationen angefragt werden. Sie arbeiten in Teil- oder Vollzeit, vor Ort beim Klienten oder in einer festen Coaching-Umgebung.

Wie wird man Coach?

Die Ausbildung zum Coach ist in ihren Grundzügen der Aufgabe sehr ähnlich: Zunächst müssen sich angehende Coaches darüber klar werden, wozu sie beraten wollen, welche Fähigkeiten ihnen dazu (noch) fehlen und wie sie sich auf dem Markt positionieren wollen. Diese Suche wirft also voraus, was sie später für Klienten leisten müssen.

Da die Berufsbezeichnung Coach nicht geschützt ist, gab es eine Zeit, in der jeder seine Dienste in diesem Bereich angeboten hat – worunter das Image und die Beratungsqualität litten. Inzwischen hat sich aber aus dem Zusammenspiel von Klientenerfahrungen und dem Anspruch der Branche ein Qualitätsbild etabliert, das eine selbstregulierte Form der Professionalisierung und Transparenz hervorgebracht hat. Ifsm hat zur Zertifizierung der eigenen Coaches einen unabhängigen wissenschaftlichen Beirat, der die ausgebildeten Coaches prüft und abnimmt. Außerdem engangiert sich ifsm im DGSF-Verband (Deutsche Gesellschaft für Systemische Paar- und Familientherapie). Hier ist der Geschäftsführer Klaus Kissel in der Fachgruppe Systemisches Coaching, Supervision und Organisationsentwicklung seit vielen Jahren tätig.

Wer heute Coach werden will, sollte nicht nur die entsprechende Ausbildung absolvieren, sondern sich auch in Verbänden engagieren und durch kontinuierliche Weiterbildung an aktuelle Bedarfe anpassen.

Üblicherweise verläuft die Ausbildung zum Coach in fünf ineinander übergehenden und oft parallel laufenden Phasen:

  1. Persönliche Entwicklung

Coaches benötigen starke interpersonelle Fähigkeiten, sollten eine umfassende inhaltliche Expertise in ihrem angestrebten Feld mitbringen und sich durch Seriosität und Integrität verdient gemacht haben. Fehlt eine dieser Säulen, so ist die Ausbildung zum Coach nicht angeraten.

Coaches sind praktisch immer Quereinsteiger, die vorher in einem inhaltlichen Feld eine Ausbildung und/oder ein Studium absolviert und berufliche Erfahrung gesammelt haben. Es ist daher ein falscher Ansatz zu denken, dass die inhaltliche Expertise nach der Aus- oder Fortbildung zum Coach erfolgen kann.

Auch darf die psychologische Komponente nicht unterschätzt werden. „Einfach gut mit Menschen umgehen“ zu können ist als Voraussetzung nicht ausreichend. Idealerweise kann der angehende Coach sich und Situationen, die erlebt schon gut reflektieren. Er erkennt seinen eigenen Anteil an Konflikten oder Kommunikationsproblemen, die er erlebt.

  1. Themenfindung und Definition des Beratungsfelds

Coaching kann auf individueller oder systemübergreifender Ebene angeboten werden – und das in jedem inhaltlichen Bereich der Beratung. Darum ist es unumgänglich, das eigene Coachingangebot zu konturieren. Einzelcoaches arbeiten anders als Coaches für Teams oder Change-Coaches, die ganze Organisationen begleiten möchten. Sie brauchen auch andere Werkzeuge. Häufig wirkt es eher unprofessionell, wenn man angibt auf allen Coaching-Bereichen ein Profi zu sein. Deshalb ist es bereits am Anfang ratsam, zu entscheiden, welchen Coachingweg man einschlagen möchte.

Das inhaltliche Feld als Knackpunkt der Arbeit sollte also deutlich formuliert werden, dass zukünftige Klienten sofort den Mehrwert für sich erkennen. Die Themenfindung ist wie ein Produktdesign mit einer Wettbewerbs- und anschließender Zielgruppenanalyse. Je mehr USP das Coaching hat, desto besser sind die Einstiegschancen in den Markt.

  1. Ausbildung finden und absolvieren

Ausgehend von den eigenen Vorrecherchen gilt es, eine passende Ausbildung zum Coach zu finden. Da diese Weiterbildungen häufig selbst getragen werden müssen, hilft eine exzellente Voranalyse dabei, exakt die Ausbildung zu finden, die den beruflichen Erfolg sichern soll. Das gilt nicht nur für den angebotenen Umfang, sondern auch für Inhalte, Werte, theoretische Grundlagen und den Methodenmix.

  1. Praxiserfahrungen sammeln

Erst in der selbstverantwortlichen Arbeit mit Klienten zeigt sich, wie gut die anderen Phasen durchlaufen wurden. Zur Praxis als Coach gehört es jedoch auch, sich auf dem Markt sichtbar zu machen, Wege zur Kundenwerbung aufzubauen und sich mit Kollegen auszutauschen.

Die erste Zeit als Coach wird daher meist mit fundamentalen Aufgaben zur Imagebildung verbracht, die erst einmal höhere Investitionen und geringere Erlöse nach sich ziehen. Auf diese wirtschaftliche Schieflage müssen sich Coaches einstellen – und sie schnellstmöglich durch gute Klientenarbeit ausbalancieren.

  1. Kontinuierliches Netzwerken und Fortbildungen

Die Coachingbranche ist ein eng geknüpftes Netz aus Professionals, die zwar konkurrieren, für die Qualitätssicherung aber auch zusammenarbeiten. Denn von einem besseren Image profitiert der gesamte Beruf.

Es gilt, diese Netzwerke zu nutzen und zudem Fortbildungen anzunehmen, die das eigene Angebot verbessern und zeitgemäß aktualisieren. Denn im gleichen Maße, wie sich die Welt wandelt, muss sich auch das Coaching neu ausrichten.

Was kostet ein Coach?

Wie in zahlreichen anderen Berufen mit Dienstleistungscharakter gibt es auch für den Coachingbereich kaum standardisierte Honorare. Auch auf dieser Ebene setzt die Professionalisierung durch die Verbände an. Dabei hängt das Honorar für einen Coach von mehreren Faktoren ab. Wichtig sind vor allem:

  • Qualifikation, Erfahrung und Arbeitsform des Coaches (als Teil eines Unternehmens, selbstständig, Voll- oder Teilzeit etc.)
  • Anzahl/Qualität/Image der Zertifikate (methodisch und themenbezogen)
  • Wettbewerb im spezifischen Beratungsfeld (USP des eigenen Angebots)
  • Zielgruppe und/oder Branche (Einzelpersonen, Unternehmen; NGO vs. Bankensektor etc.)
  • Umfang, Ort, Teilnehmerzahl usw. der Maßnahmen (Langzeitpakete vs. Einzelstunden etc.)

Ein großer nationaler Verband empfiehlt auf diesen Grundlagen und mit dem eigenen Zertifikat einen Stundensatz ab 140 Euro. Mit zunehmender Erfahrung wird diese Empfehlung auf 200 Euro bis 250,00 € pro Stunde angehoben. Im Coaching von Geschäftsführeren bzw. Excecutive-Coaching werden Stundensätze von 350,00 € – 500,00 € netto erhoben.

Ein wichtiger Teil der eigenen Arbeit als Coach besteht also darin, den eigenen finanziellen Marktwert auszutarieren und ihn auf die tatsächlichen Gegebenheiten abzustimmen. Wie in allen Berufen, in denen die Marktteilnehmer den Preis „unter sich ausmachen“, gilt auch hier: nach oben gibt es keine Grenzen, solange die Leistung stimmt.

Tatsache ist gleichzeitig, dass Coaches mit einem Dumpingpreis in ihrem spezifischen Feld langfristig keine Erfolgsaussichten haben. Denn wer Leistungen zu günstig anbietet, wird gerade im Coaching schnell als minderwertig abgetan.

Potenzielle Klienten sind sich der möglichen Tragweite der Beratung bewusst und dementsprechend bereit, in die Optimierung zu investieren. Honorare weit unterhalb der allenthalben nachlesbaren Empfehlungen werden demnach mit entsprechender Skepsis bewertet. Denn Coaching ist eine hochwertige Dienstleistung – und sollte auch so taxiert werden.

Was ist systemisches Coaching?

Wird Coaching als Optimierung von Prozessen unterschiedlichster Ausprägung begriffen, ist das systemische Coaching noch einmal eine genauere Ausrichtung auf dieses Verständnis.

In Weiterentwicklung des Luhmannschen Systemdenkens zielt systemisches Coaching darauf ab, insbesondere Personen und Teams in Organisationen zu begleiten. Organisationen als klar konturiertes System agieren auf mehreren Ebenen, an unzähligen Schnittstellen und gleichzeitig nach innen und außen.

Der treibende Faktor Mensch kann damit mit jeder seiner Handlungen „Kettenreaktionen“ auslösen, die nicht nur ihn selbst, sondern auch seinen Aufgabenbereich und das gesamte System des Unternehmens verändern.

Systemisches Coaching hat dabei die Aufgabe, diese Kettenreaktionen positiv zu gestalten. So geht es zum Beispiel um die Verbesserung teaminterner Kommunikationsmuster, wovon die gesamte Ablauforganisation profitiert, was wiederum den Erfolg der Unternehmung stärkt.

Das systemische Coaching verbindet sowohl personenbezogene als auch aufgaben- und systemrelevante Methoden miteinander und betrachtet den Prozess damit aus einer ganzheitlichen Perspektive.

Insgesamt betont systemisches Coaching die „Wahlmöglichkeiten“ bei der Hilfe zur Selbsthilfe noch stärker und überträgt sie auf einen noch weiteren Erfahrungs- und Erkundungshorizont. Dies ist natürlich auch in der Einzelbetreuung möglich, ergibt aber insbesondere für Führungskräfte, Teams und Organisationen Sinn, in denen Handlungen einen weitreichenderen Charakter haben, der mehrere Menschen gleichzeitig trifft.

Coaching mit ifsm

Ifsm geht das Thema Coaching aus zwei Richtungen an: Einmal stehen unsere Coaches in den unterschiedlichsten Angeboten zur Persönlichkeitsentwicklung und für Führungskräfte zur Verfügung. Häufig werden wir auch als Change-Coach aktiv, um Projektliter eines Veränderungsprozesses zu begleiten.

Andererseits befähigen wir Führungskräfte und Menschen auf der Suche nach einer neuen Karriereherausforderung, selbst als Coach tätig zu werden. Dies kann auf mehreren Ebenen geschehen.

Seminare wie „Die Führungskraft als Coach“ orientieren sich an den Grundprinzipien der Begleitung, die Verantwortliche in ihrer professionellen Umgebung zielführend einsetzen können. Hier geht es im Kern um das aktive Verhalten an der „Seitenlinie“, durch das Mitarbeiter bestärkt und entwickelt werden können.

Als zertifizierter Sales Coach ifsm können Teilnehmer von einer fundierten Coaching-Ausbildung im immer wichtiger werdenden Vertrieb profitieren. Gerade hier ist die Angebotsdecke aktuell dünner als in vielen ähnlichen Wirtschaftsbereichen. Der Beratungsbedarf ist angesichts der sich wandelnden Betriebsrealität und der digitalen Transformation jedoch enorm. Mit der erfolgreichen Ausbildung erwerben Teilnehmer ein Zertifikat mit entsprechendem Prestige, welches das eigene Portfolio stärkt und marktgerechtere Honorare und Stundensätze ermöglicht.

Kontaktieren Sie uns für alle unsere Angebote rund um das Coaching und klären Sie Fragen zur Ausbildung oder den Inhalten der Fortbildung gern persönlich.